Journalistische Freiheit
Es gibt das wundervolle BILDblog, welches tagtäglich "Notizen" über die deutschsprachigen Medien veröffentlicht. Dort wird oftmals gezeigt, wie flexibel einige Journalisten mit "Fakten" umgehen.
Mir ist da auch mal was aufgefallen
FTD Interview mit Lufthansa Passage Vorstand Christoph Franz, veröffentlicht 17.11.09:
[...] wir rechnen zum Beispiel durch, ob wir nicht künftig mehr Sitze in die Maschinen bauen sollen.
"Lufthansa hält an Premium fest", manager magazin, veröffentlicht 19.11.09:
Lufthansa-Vize Christoph Franz hatte unlängst harte Einschnitte nach dem Vorbild der Billigflieger angekündigt. So soll der Sitzabstand auf Kurz- und Mittelstreckenflügen verringert werden.
Entweder hat Herr Franz schnell gerechnet oder knapp daneben ist halt auch vorbei.
(das manager magazin war übrigens nicht das einzige Blatt, dass Herrn Franz die Rechnerei abnahm)
Nachtrag 10:18
Jetzt habe ich noch eine Meldung aus der Welt vom 16.11. gefunden:
Franz kündigte an, dass die Lufthansa im Europaverkehr die Bestuhlungsdichte anheben wird. Damit es dann für Großgewachsene nicht allzu eng wird, sollen die Rückenlehnen der Flugzeugsitze dünner werden.
Tja. was denn nun? Vielleicht ist es am einfachsten abzuwarten was passiert :-)
Nachtrag 20:09
SPIEGEL Online hat jetzt die wahren Sparpläne aufgespürt. Ein Auszug:
Ab 1. Januar 2010 verringert die Lufthansa [...] die Sitzbreite auf zwölf Zentimeter. Wem das zu eng ist, der muss eben sieben oder acht Plätze reservieren. [...] Zudem gibt es die Möglichkeit, sich im eigenen Handgepäck zu verstauen [...] Sitzplatzaufschlag (59,99 Euro), Atemluft während des Flugs (5,49 Euro pro Stunde) [...]
Endlich Klarheit! ;-)
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